Die Über-Nacht-Badewanne
Haben sie sich schon einmal gefragt, wie es ihre Badewanne eigentlich bis in ihr Badezimmer geschafft hat? Das ausgeklügelte Logistikkonzept der Firma Carl Steiner macht es gemeinsam mit Quehenberger Road & Rail tagtäglich möglich,
dass die Kunden von Carl Steiner in ganz Österreich die gewünschte Ware innerhalb einer Nacht vor Ort haben.
„Gerade die Sanitärbranche ist für uns ein sehr wichtiger Kundenkreis“, sagt Johannes Huber-Reiter, Prokurist von Carl Steiner. Der Installateur erkenne seinen Bedarf für den nächsten Tag oft erst am Nachmittag und bestelle bis 18 Uhr bei Carl Steiner die entsprechenden Produkte, die rechzeitig an Ort und Stelle sein müssten. „Wenn dann zum Beispiel die bestellte Badewanne nicht
rechtzeitig da ist, kann unser Kunde oft nicht weiterarbeiten. Deswegen ist es Aufgabe des Großhandels, genau an dieser wichtigen Schnittstelle zwischen Erzeuger, Industrie und Handwerk Bestmögliches zu leisten“, erklärt Huber-Reiter. Carl Steiner ist eine der größten Vertriebsgesellschaften österreichweit für Sanitär- und Heizungsbedarf sowie Bedarf für den technischen Großhandel (Bauwaren, Werkzeuge, Befestigungen, etc.). Ein weiteres zentrales Betätigungsfeld ist der Stahlhandel. Insgesamt erwirtschaftete man 2007 ca. 155 Millionen Euro Umsatz und ist damit die größte Tochter im Firmenkonglomerat der Weyland Gruppe, zu der das Unternehmen seit 2004 gehört.
Distribution als Teamwork
Um den hohen logistischen Anforderungen seines 24-Stunden-Service (Bestellung bis 18 Uhr – Lieferung am nächsten Tag) gerecht zu werden, vertraut Carl Steiner auf ein ausgeklügeltes Distributionskonzept: Die Ware wird von der Zentrale in Bergheim bei Salzburg zu den Umschlagpunkten in Innsbruck, Ried im Innkreis, Spittal, Linz-Leonding und Wiener Neudorf gebracht und von dort aus an die Filialen beziehungsweise an die Kunden verteilt. Dabei wird Steiner seit zwei Jahren von Quehenberger Road & Rail strategisch unterstützt: Quehenberger übernimmt für Carl Steiner die Distribution von der Zentrale in Bergheim an die Umschlagpunkte in Innsbruck, Wiener Neudorf und
Linz-Leonding, von wo aus wiederum dann die Steiner-LKW ausschwärmen. Die restlichen Umschlagpunkte sowie die „Endauslieferung“ erledigt Steiner selbst. Durch diese persönliche Anlieferung durch fachlich geschultes Personal erfüllt Carl Steiner ideal die heterogenen Bedürfnisse seiner Kunden. Zusätzlich wickelt Quehenberger das operative Handling der Filialen Innsbruck und Traun (Umschlagpunkt Linz-Leonding) ab: Hier geht die Ware nicht in ein Lager von
Steiner, sondern in die jeweiligen Lager der Quehenberger Road & Rail Standorte in Linz und Innsbruck, von wo aus es dann wieder von Steiner an die Kunden verteilt wird. Da diese Steiner-Standorte über kein oder nur ein kleines Lager verfügen, können sie sich damit ganz auf Kundenservice und Verkauf konzentrieren.
Immer im Takt bleiben
Die Taktung, also die Ankunfts- und Abholzeiten an den Umschlagpunkten, ist dabei essentiell: Alle Bestellungen, die bis 18 Uhr in der Zentrale in Bergheim eintreffen, werden bis spätestens 22 Uhr vorbereitet, über Nacht zum jeweiligen Umschlagpunkt gebracht und am nächsten Morgen ab 5 Uhr von den Carl Steiner-Lkw zu den Kunden ausgeliefert. Warten ist dabei nicht vorgesehen: „Es ist ähnlich wie am Flughafen: Wenn die Linienmaschine Verspätung hat, versäumen sie den Anschlussflug“, erklärt Andreas Letsch, Niederlassungsleiter von Quehenberger Road & Rail die Situation, „aber bei uns läuft das System derzeit wie ein Uhrwerk. 2007 hatten wir nicht eine einzige Verspätung.“
Gemeinsame Netze sind stärker
Parallel dazu führt Quehenberger jährlich ca. 3500 Stückgutsendungen an die Kunden von Carl Steiner durch. „Für Steiner sind manche Fahrten, beispielsweise zu einem Kunden weit außerhalb der Ballungszentren, sehr teuer, weil sie nicht durch sein generelles Distributionskonzept abgedeckt sind“,
sagt Letsch, „wir aber können sie problemlos innerhalb unseres Netzwerkes bedienen und somit Synergieeffekte nutzen.“
